Ekzteins Gedanken
"Ekzteins Gedanken" Der Podcast bietet Menschen mit Interesse an Fragen nach christlicher Spiritualität Impulse. Andachten, Predigten, Information und Einblicke in die eigene Spiritualität. Gastgeber ist Markus Nietzke. Vielen Dank für´s Zuhören!
Ekztein's Musings - This podcast offers inspiration to people with an interest in questions about Christian spirituality. Devotions, sermons, information and insights into their own spirituality. The host is Markus Nietzke. Thank you for listening!
"Ekztein se Gedagtes" Hierdie podcast bied impulse aan mense aan wat belangstel in vrae oor christelike spiritualiteit met oordenkinge, preke, inligting en insigte.
Ekzteins Gedanken
Was wäre wenn Tränen der Anfang von Hoffnung sind?
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
https://www.instagram.com/p.mnhbg/
Mail: nietzke@selk.de
Thanks for listening & be blessed!
Danke fürs Zuhören. Gottes Segen!
Thanks to freesound and free pixabay music.
Music: Created with Suno (AI) / Musik teils erstellt mit KI / @ Pixabay Music, in some Podcasts: K.G. Gerster / Radulatis
Thanks to Hindenburg Systems for the sesssion files: “The Sound of Christmas” interviews, ambience, narration, scratch music - joyful, nostalgic, chaotic, quiet, hilarious, meaningful.
Warum Wir Sagen Es Ist Zum Weinen
SPEAKER_00Es ist zum Weinen. Das ist der Titel der heutigen Podcast-Folge. Ich begrüße Sie ganz herzlich dazu. Es ist zum Weinen. Diesen Satz sagen wir, wenn etwas so richtig schief geht. Wenn etwas ungerecht ist. Wenn die Nachrichten einfach zu viel werden oder wenn jemand plötzlich und überraschend aus dem Leben gerissen wird. Es ist zum Weinen heißt dabei nicht immer, dass Tränen tatsächlich fließen, sondern oft ist es eine Art Code-Wort für ich komme einfach nicht mehr hinterher. Ich kann das einfach nicht alles wegdrücken.
Gefühle Im Schnell-Weiter-Modus
SPEAKER_00Unsere Zeit ist gut im Schnellen drüber weggehen. Einfach weiter scrollen. Da staunt man. Da ploppt eine Nachricht auf, eine Info und zack, der Daumen ist schon beim nächsten Reel. Gefühle werden nur kurz gespürt, dann geht es schon wieder weiter. Man will schließlich nicht cringe sein. Nicht alles an sich heranlassen scheint es.
Da Weinte Jesus In Johannes 11
SPEAKER_00Und dann steht er da. Dieser ganz, ganz kurze Satz in der Bibel aus dem Johannesevangelium, Kapitel 11, Vers 35. Da weinte Jesus. Das ist der Monatsspruch für den März. Jesus steht am Grab seines Freundes Lazarus. Er kommt zu spät, so der Eindruck. Wenn du da gewesen wärst, werfen ihn Maria und Martha vor. Sie hatten gehofft, er würde, er könnte, er sollte, er müsste doch helfen. Nichts. Und Jesus, er weint. Wer schon einmal einen echten Trauermoment erlebt hat, weiß, manchmal bleiben nur die Tränen. Dieses Gefühl von Ohnmacht. Wir sind es gewohnt, dass starke Menschen Lösungen liefern, dass Führungskräfte souverän bleiben, dass alles schnell wieder unter Kontrolle ist. Und man würde das vielleicht auch von Jesus erwarten. Die Bibel zeigt aber etwas anderes, die nassen Augen des Sohnes Gottes. Jesus ist ganz im Hier und Jetzt. Jesus
Tränen Als Protest Und Nähe
SPEAKER_00weint. Jesus trauert. Jesus bringt seinen Protest zum Ausdruck gegen die Macht des Todes und die Finalität des Sterbens. Seine Tränen sind aber kein Eingeständnis von Ohnmacht oder von einer Niederlage, sondern Ausdruck von Nähe. Gottes Nähe. Ich bin da. Es ist der Anfang von etwas Neuem, überraschend anders. Seine Tränen sind nicht das Ende der Story, sondern hier sind sie der Auftakt von neu geschenktem Leben.
Mut Zur Wahrheit Und Hoffnung
SPEAKER_00Vielleicht brauchen wir das in unserer Zeit. Menschen, die nicht einfach nur reagieren, sondern eher echte Anwesenheit. Vielleicht brauchen wir auch den Mut, zuzugeben, was ist. Manches ist einfach nicht so schnell zu lösen, vielleicht auch gar nicht zu lösen. Manches ist tatsächlich so schwer, dass nur noch dieser Satz passt, es ist zum Weinen. Dann brauchen wir den Zuspruch, der von Gott herkommt, dass das, was das Leben verhindert, wie der Tod, niemals, niemals das letzte Wort hat, als Hoffnung, die mitten unter Tränen neu aufkeimt. Vielen Dank fürs Zuhören. Ich grüße Sie bis zum nächsten Mal. Ihr Markus Niecke.